Wird morgen die erste Aufnahme präsentiert?

  • Whatsapp

  1. Haushof
  2. Wissen

Gemacht:

Read More

Aus: Banner fragen

Teilt

Im April 2019 präsentierte die Event Horizon Telescope Collaboration dieses Bild.  Dies ist der erste sichtbare Beweis für ein supermassereiches Schwarzes Loch.  (Archivbild)
Im April 2019 präsentierte die Event Horizon Telescope Collaboration dieses Bild. Dies ist der erste sichtbare Beweis für ein supermassereiches Schwarzes Loch. (Fotoarchiv) © Event Horizon Telescope (EHT)/dpa

Im Zentrum der Milchstraße verbirgt sich das supermassereiche Schwarze Loch Sagittarius A*. Das erste Foto kann bei der Pressekonferenz gezeigt werden.

Garching – Als die Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration im April 2019 eine Pressekonferenz abhielt, präsentierten die beteiligten Forscher eine bemerkenswerte wissenschaftliche Leistung: Sie hatten erstmals den Schatten eines Schwarzen Lochs fotografiert und damit den greifbaren Beweis für ein supermassereiches Schwarzes geliefert Loch. Das Bild ging um die Welt und sorgte plötzlich für großes Interesse an Schwarzen Löchern. Nun gibt es eine weitere Einladung zur EHT-Pressekonferenz, bei der die „bahnbrechenden Ergebnisse für die Milchstraße“ vorgestellt werden. Wie bereits 2019 finden weltweit mehrere Pressekonferenzen gleichzeitig statt. Es gibt noch viele weitere, die bisher unbekannt sind.

Aber innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft gibt es Spekulationen darüber, was EHT dieses Mal bringen wird: Ist es das erste Bild oder sogar ein Film von Sagittarius A*, dem supermassereichen Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße? Es ist möglich – Experten ahnten bereits 2019, dass das Bild von Sagittarius A* präsentiert werden würde. Später präsentierten die Forscher jedoch ein Bild des Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie Messier 87.

Event Horizon Telescope: Fotografiert es das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße?

Aber wie ist es dem Event Horizon Telescope möglich, ein Schwarzes Loch zu fotografieren? Supermassereiche Schwarze Löcher befinden sich im Zentrum der meisten Galaxien und zeichnen sich durch eines aus: Sie verschlingen alles, was ihnen zu nahe kommt. Materie, die den Ereignishorizont überschritten hat, fällt in ein schwarzes Loch, aus dem nichts entkommt – nicht einmal Licht. Etwas, das das Licht selbst verschlingt, ist eigentlich unmöglich zu fotografieren. Außerdem sind Schwarze Löcher sehr weit entfernt – das Schwarze Loch, das 2019 eingefangen wurde, ist etwa 55 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, und das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße ist etwa 26.000 Lichtjahre entfernt.

supermassives Schwarzes Loch
Zentrum der Milchstraße
4,3 Millionen Sonnenmassen
etwa 26.000 Lichtjahre

Um Schwarze Löcher dennoch fotografieren zu können, nutzt EHT eine spezielle Technik: Very Long Baseline Interferometry (VLBI). Mehrere weltweit verstreute Radioteleskope werden synchronisiert und gleichzeitig verwendet, um das ausgewählte Objekt zu beobachten. Als die ersten Fotos eines Schwarzen Lochs veröffentlicht wurden, erklärten die beteiligten Forscher, dass sie eine Zeitung in New York mit der Auflösung eines großen Teleskops lesen könnten, das sich von Paris aus über die Erde erstreckt.

Event Horizon Telescope (EHT): Wie fotografiert man ein Schwarzes Loch, das Licht schluckt?

Aber das erklärt noch nicht, wie die Forscher das lichtschluckende Objekt fotografieren konnten. Sie sollten wissen, dass supermassereiche Schwarze Löcher normalerweise von einer sogenannten Akkretionsscheibe umgeben sind. Es besteht aus Materie, die vom Schwarzen Loch angezogen wurde, aber den Ereignishorizont nicht überschritten hat. Diese Akkretionsscheibe umgibt das Schwarze Loch, das Gas im Inneren ist heiß und glühend – was die Forscher 2019 für ihre Zwecke nutzten. Wie Heino Falcke vom EHT 2019 erklärte: „Wenn ein Schwarzes Loch wie eine leuchtende Scheibe in eine helle Region fällt Gas, wir hoffen, dass es eine dunkle Region erzeugt, die einem Schatten ähnelt.”

Und tatsächlich: Das Event Horizon Telescope ist in der Lage, ein ringförmiges Gebilde mit dunklem Zentrum zu fotografieren – den Schatten eines Schwarzen Lochs. Acht Teleskope waren damals an den Beobachtungen beteiligt – sie standen in Hawaii, Mexiko, Arizona und der Sierra Nevada, in der chilenischen Atacama-Wüste und sogar in der Antarktis. Die Beobachtungen lieferten Petabyte an Rohdaten, die von Supercomputern verarbeitet wurden, unter anderem am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn.

“Wir haben erreicht, was noch vor einer Generation für unmöglich gehalten wurde.”

Das Fotografieren von Schwarzen Löchern galt vor einer Generation als unmöglich

„Wir haben etwas erreicht, was vor einer Generation für unmöglich gehalten wurde“, sagte der EHT-Forscher Sheperd S. Doeleman in einer Pressemitteilung von 2019. „Durchbrüche in der Technologie, Verbindungen zwischen den besten Radioobservatorien der Welt und innovative Algorithmen haben uns neue Fenster geöffnet schwarze Löcher und der Ereignishorizont.”

Weltraum-Newsletter

Das kostenlose Weltraumbulletin informiert Sie zweimal im Monat über aktuelle Themen aus Astronomie und Raumfahrt. Außerdem erfahren Sie rechtzeitig von bevorstehenden Himmelsereignissen und Beobachtungsmöglichkeiten.

Wird das Event Horizon Telescope dieses Mal einen Blick auf das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße ermöglichen? Es ist möglich – aber es ist auch möglich, dass die Event Horizon Telescope Collaboration eine ganz andere Überraschung für Beobachter bereithält. (Tab)

Source link

Related posts

Leave a Reply

Your email address will not be published.