Wird es ein universelles Smartphone-Ladekabel geben? Die Aussicht auf einen einheitlichen EU-Regelungsrahmen wird realistischer.

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Designs für Standard-Smartphone-Ladekabel gibt es schon länger. Diese einheitliche Regelung wurde nun vom Europäischen Parlament verabschiedet.

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Brüssel – Die Fülle an Smartphone-Ladekabeln trägt zu zwei Problemen bei: Elektroschrott und unordentliche Kabel. Das wird sich bald ändern, wenn der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments am Mittwoch (20. April) darüber abstimmt, den USB-C-Anschluss für alle Mobiltelefone und elektronischen Geräte, einschließlich Tablets, Digitalkameras, Kopfhörer, tragbare Lautsprecher und Videospielkonsolen, obligatorisch zu machen. Einzige Ausnahmen sind Smartwatches und andere Geräte, die für diese Verbindung zu klein sind. Apple ist mit der Entscheidung nicht zufrieden, da sein Lightning-Anschluss nicht mehr funktionieren wird.

Der Gesetzentwurf für diese Änderungen wurde im vergangenen September in Brüssel vorgestellt. Ziel der Richtlinie ist es, das Leben der Verbraucher einfacher zu machen. Viele Menschen haben mehrere Geräte und infolgedessen sind ihre Häuser mit Ladekabeln gefüllt.

USB-C als Standard für Smartphone-Ladekabel in der EU

Hinzu kommt die Vorgabe, dass künftig nicht jedes neue Gerät mit einem neuen Ladekabel ausgestattet werden muss. So will die KPU Elektroschrott vermeiden. Die Idee ist, dass viele Nutzer bereits ein passendes Kabel zu Hause haben und ihr Telefon bestellen können, ohne gleich ein neues Kabel kaufen zu müssen. Laut Website der EU-Kommission können so jährlich fast 1.000 Tonnen Elektroschrott und 180.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden.

Dies ist nicht die einzige Maßnahme, die auf EU-Ebene ergriffen werden muss, um die langfristige Nachhaltigkeit im Smartphone-Sektor sicherzustellen. Laut dem sogenannten Green New Deal müssen mehr Telefonteile recycelt und weniger weggeworfen werden. Die Micro-USB- und Lightning-Anschlüsse sowie der eingebaute Akku werden schnell verschleißen.

Alle 27 EU-Mitgliedsstaaten haben im Januar für einen einheitlichen Ladestecker gestimmt. Die Europäische Kommission arbeitet seit 2009 an einer einheitlichen Lösung, damit Verbraucher nicht bei jedem Handy- oder Tablet-Wechsel ein neues Ladekabel kaufen müssen und ihr Handy einfach im Ausland aufladen können, wenn sie das Kabel selbst vergessen haben. Seitdem nimmt die Zahl der Verbindungen stetig ab.

Lightning- und Micro-USB-Ladekabel sind nicht mehr erhältlich.

Micro-USB-Anschlüsse, neuere USB-C-Anschlüsse und Apples Lightning-System sind jetzt die einzigen Optionen. Bisher standen mehr Verbindungstypen zur Auswahl. Anschließend wird sich das Plenum des EU-Parlaments mit diesem Thema befassen, und dann beginnen die Verhandlungen mit den EU-Mitgliedstaaten.

Die Meinungen der Nutzer auf Twitter sind geteilt. Laut einem Tweet des Nachrichtendienstes heiseonline, der über die Abstimmung im EU-Parlament berichtete, gab es Zustimmung und Ablehnung. Das Ergebnis sind Sätze wie “Unsinn” und “Das ist mehr als vernünftig!” wird verwirrt sein. „Die Europäische Union hat sich für ein einheitliches Ladekabel entschieden“, sagte ein anderer Nutzer und fügte hinzu, das Gesetz sei zu spät gekommen. Beim nächsten iPhone verzichtet Apple komplett auf ein Ladekabel. Gutes Gesetz, aber es ist zu spät.” (fh/afp)

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