Wander-App: Welche Features bei Outdoor-Aktivitäten wichtig sind – Reisen

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Das Smartphone ist immer dabei und kennt sogar seinen Standort. Bei der Planung von Outdoor-Touren und der Navigation für unterwegs ersetzt das Handy zunehmend die gute alte Wanderkarte. Das Angebot an geeigneten Anwendungen ist groß und für Einsteiger etwas unübersichtlich. Welcher digitale Helfer sinnvoll ist, hängt davon ab, was er leisten soll – und wie viel Geld Sie auszugeben bereit sind. Die meisten Anwendungen können nicht nur für Wanderungen, sondern auch für andere Outdoor-Aktivitäten wie Radfahren verwendet werden.

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Planung

Sie brauchen nur eine digitale Karte oder konkrete Reisehinweise? Dies ist eine sehr wichtige Frage bei der Suche nach der richtigen Anwendung. Die Angebote von Komoot und Outdooractive sind in Deutschland vielleicht am weitesten verbreitet. Sie bieten beides, und das nicht nur auf dem Handy, sondern auch auf dem PC oder Tablet: Neben der Navigationsfunktion gibt es ein Online-Portal, in dem Touren geplant und geräteübergreifend synchronisiert sowie fertige Tourenvorschläge abgerufen werden können von professionellen Anbietern, zum Beispiel Tourismusverbänden, sowie von anderen Nutzern. Letzterem sollte man besser nicht blind vertrauen: Eine Person kann quer durchs Land, in unwegsames Gelände oder gar in ein Schutzgebiet gereist sein. Daher ist es am besten, Routen mit markierten Wanderwegen zu vergleichen.

Es gibt kostenlose Versionen beider Apps, aber die wesentlichen Funktionen fehlen. Bei Komoot kaufen Sie ein Kartenpaket, um offline navigieren zu können, bei Outdooractive benötigen Sie ein Abonnement. Mit Alpenvereinaktiv betreibt der Deutsche Alpenverein auch ein Portal mit Touren- und Planungsmöglichkeiten, ebenfalls im Abo-Modell. Die Bergfex-Anwendung ist in Österreich sehr verbreitet.

Wer auf fertige Tourenvorschläge verzichten kann, wandert deutlich günstiger mit einer Karten-App, zum Beispiel mit Osmand, Locus Map oder Mapout. Sie basieren meist auf Open Street Maps. Im App Store gibt es viele Angebote, von denen viele kostenlos getestet und verglichen werden können – was Sie auch tun sollten, denn es gibt deutliche Unterschiede in der Handhabung und Funktionalität. Man sollte auf die Möglichkeit achten, Karten offline nutzen zu können, um auch ohne Netz nicht die Orientierung zu verlieren.

Routen können in der Regel selbst geplant oder in Form einer GPX-Datei hochgeladen werden, die beispielsweise von vielen Wanderbuchverlagen bereitgestellt wird: Beim Kauf eines Buches finden Sie einen Downloadcode für die digitale Version der beschriebenen Tour. Auch auf Online-Wanderportalen sowie auf den Webseiten vieler Tourismusverbände werden Sie fündig.

Navigation

Immer wissen, wo man ist, auch in unwegsamem Gelände oder bei Nebel – das erwarten die meisten Nutzer von Wander-Apps. Dank GPS lässt sich der Standort auch ohne Handyempfang lokalisieren. Stiftung Warentest hat kürzlich fünf Outdoor-Anwendungen unter die Lupe genommen, unter anderem mit der Frage, wie sicher sie Fußgänger an ihr gewünschtes Ziel leiten können. Am besten schneiden die Portale Komoot und Outdooractive ab. Sie weisen mit Pfeilen auf Kurven hin und navigieren alternativ auch mit Sprachansagen. Prüfer übergeben Richtungspfeile und Informationen zu Laufzeit und Reststrecke der Anbieter Alltrails und Bergfex. Daher sind sie eher für erfahrene Wanderer geeignet. Am schlimmsten ist die Wikiloc-App, auch weil weder die Wegkategorien noch die Umrisse der Gebäude auf der Karte markiert sind.

Die Navigation verbraucht viel Akkuleistung. Vor allem ältere Handys stoßen innerhalb weniger Stunden an ihre Grenzen. Auch bei kaltem Wetter kann sich das Gerät plötzlich ausschalten. Deshalb sollte eine Powerbank immer im Kofferraum sein – und eine gute alte analoge Papier-Wanderkarte als Backup.

Reiseführer

Mit den meisten Wander-Apps können Sie nicht nur Touren planen und sich durch Berg und Tal führen lassen, sondern auch Routen aufzeichnen. So entsteht wie von selbst ein digitales Reisebuch mit Informationen zu Route, Höhenmeter und Dauer der Wanderung. Außerdem können Fotos auf Tourenportalen wie Komoot oder Outdooractive hochgeladen, Routen mit Freunden geteilt und online angezeigt werden – und das wiederum erleichtert anderen Nutzern die Planung: Nach der Tour ist vor der nächsten Tour.

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