Rezept ohne Palmöl und wenig Zucker

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FOODBLOG OSTBRCKLI

Selber gemachte Nutella hat viele Nüsse drin und kein Palmöl – wie der gesündere, nachhaltigere Schokoladenaufstrich gelingt

Nutella hat auf Facebook über 31 Millionen Fans, obwohl der Aufstrich hauptsächlich aus Zucker und Fett besteht. Schlagzeug: selber machen. Das Sonntagsbrot ohne Gewissensbiss ist eine Freude für alle. Nicht nur, weil es in der Küche wunderbar duftet.

Sonntag ist Nutellatag. Kein Müesli, für eine ordentliche Ladung der braunen Masse. Im besten Fall auf dem Brot, manchmal auch direkt auf dem Löffel in den Mund. Es muss ja diese Ausnahmen in einem erfüllten Kinderleben geben.

Manchen hüpft nun das Herz, anderen wird schon leicht übel. Zur Verteidigung der Jungmannschaft soll hier erwähnt sein: Vor langer, langer Zeit (als es noch keine Newsrooms gab) stand im Redaktionsbüro der Mutter und deren Arbeitskollege ein großes Glas von eben diesem Brotaufstrich. Musste der Text in besonders kurzer Zeit geschrieben sein, da leerte sich das Glas ein bisschen und schon war die Hektik erträglicher.

Vererbt, vielleicht. Viel aber eher wahrscheinlich zutreffen: In Nutella stecken so viel Zucker und Fett, dass wohl fast jeder Mensch mit Schwäche für Süßes einmal in seinem Leben eine kurze Abhängigkeit entwickelt. Palmöl, Zusatzstoffe, weniger Nüsse als vermutet: Viel Gesundes ist da nicht drin, Konkrete Experten immer wieder. Einige Alternativen und Nachahmerprodukte enthalten zwar mehr Nüsse und kein Palmöl, nur schmecken sie eben auch anders als Nutella. Kein Wunder zählt der Original-Aufstrich 31 Millionen Fans auf Facebook. Wagt sich Hersteller Ferrero, die Rezeptur zu ändern, ist die Entrüstung jedes Mal gross.

Fertig mit schlechtem Gewissen

Und dann ist es Sonntagmorgen, 8.23 ​​Uhr, und die Kinder haben sich nach ein, zwei Nutella-Brot schon mehr als die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Zuckermenge zugeführt. Jenach Dicke der geschmierten Schicht. Sie springen glückselig vom Stuhl, die Eltern schlürfen mit schlechtem Gewissen ihrem Kaffee fertig. Und der Morgen macht schliesslich den Tag, wie es lange in der Nutella-Werbung hiess.

Trommel: Wir machen Nutella nun selber. Weil: Wir mögen es. Elefanten, Erdbeeren, Eselsbrücken und so. Nur nicht diese Zusatzstoffe mit Namen, die sogar Sprachgenies aussprechen can. Weil: Es wunderbar duftet in der Küche, wenn man Nutella selber macht. Weil: Es ist ziemlich einfach. Und da stecken wirklich Nusse drin. Ganz Viele Sogar.

Nutella

Nutella

190 Gramm genau Genom. 90 Gramm Baumnüsse, 100 Gramm Haselnüsse, bei 180 Grad für 10 Minuten im Ofen geröstet, die Haut abgerieben, alles im Mixer zerkleinert, bis eine Art Paste entsteht. Dazu geschmolzene Schokolade, etwas Butter, etwas Ahornsirup, etwas Vanillepaste. Das ist es.

Auf warmes Brot wird sie wieder geschmeidig

Und dann das Brot beschmieren, mit deutlich besserem Gewissen als sonst. Man weiss nun, was da drin steckt. Taucht das Messer noch etwas tiefer in das Schüsselchen, um noch etwas mehr Paste herauszuziehen. Wunderbar schokoladig ist dieser Aufstrich und wunderbar nussig. Daran kann man sich gewöhnen.

Mit der Konsistenz verhält es sich anders. Einmal gekühlt (der Aufstrich soll bis zu zwei Wochen haltbar sein, je nach Rezept und Quelle) wird er fest. Sehr fest. Mit dem Löffel bringt man plötzlich nur noch ein paar Krümel raus. Ein seltsamer Anblick für jemanden, der sein Brot sonst grosszügig beschichtet. Die vielen E-Stoffe machen Nutella zwar künstlich, aber eben auch geschmeidig, denkt man sich.

Wir tricksen deshalb. Die selber gemachte Paste eine Stunde vor dem Frühstück aus dem Kühlschrank nehmen und auf lauwarmes (vorzugsweise frischgebackenes) Brot geben. Im Nu ist auch unsere Nutella so streichbar wie das Original. Am besten aber schmeckt sie frisch zubereitet. Halt einfach viele Freunde zum Brunch einladen, dann gibt es keine Ruhe. Zum Glück ist wieder Sonntag.

Zutaten

  • 90 g Baumnüsse
  • 100 g Haselnüsse
  • 180 g Dunkle Schokolade
  • eine Scheibe Butter
  • 1 TL Vanillelette
  • 2 EL Ahornsirup

Zubereitung

  • alle Nüsse 8 Bus 10 Minuten bei 180 Grad im Backofen rösten
  • auskühlen lassen, Schale abreiben
  • im Cutter pürieren, bis das l leicht austritt
  • Schokolade zusammen mit der Butter schmelzen
  • Schokolade, Vanillepaste und Ahornsirup zu den Nussen geben und mischen

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