N26-Mitbegründer Tayenthal entschuldigt sich für die Kontoschließung

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Aber jetzt sagt Mitbegründer und Co-Leiter Maximilian Tayenthal: Um die Sicherheit der N26-Plattform zu gewährleisten, tolerieren sie keine Finanzkriminalität, verwenden die neueste Technologie und entwickeln Systeme zur Erkennung und Verhinderung von Betrug weiter, schrieb er. in einem LinkedIn-Beitrag am vergangenen Wochenende.

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Bei einer der neuen Maßnahmen, die am 14. April begannen, seien „leider mehrere Konten irrtümlich geschlossen worden“, sagte er. „Ich kann mir vorstellen, wie stressig und frustrierend eine unerwartete Situation sein kann, und ich möchte mich bei den betroffenen Kunden aufrichtig entschuldigen“, schrieb Tayenthal.

Dem Handelsblatt sind 60 Fälle von überwiegend in Deutschland, aber auch Italien und Belgien ansässigen Nutzern bekannt, die seit Mitte April keinen Zugriff mehr auf ihre Konten hatten.

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Es gab auch viele Beschwerden von anderen Abonnenten auf Twitter, darunter aus Frankreich. Einige Kunden, die sich immer noch in ihr Konto einloggen können, sagen sogar, dass N26 den gesamten Betrag vom Konto abgehoben hat.

Wenig oder keine Informationen zur Kontoschließung

Das gleiche Schreiben hat der Kunde von der Online-Bank erhalten, dass N26 einen Verstoß gegen die AGB des betreffenden Kontos festgestellt hat. “Deshalb erklären wir die außerordentliche Kündigung Ihres N26-Kontos.” Die Kündigung erfolgt nach den „Grundregeln der Beziehung zwischen Kunde und Bank“. Die Kündigung wird sofort wirksam.

Bisher haben betroffene Kunden auch auf Nachfrage nur wenige oder keine Informationen zur Schließung ihres Kontos erhalten. N26 begründete die fehlende Informationsbereitstellung damit, dass es „unserem Kundenservice in dieser Zeit gesetzlich untersagt ist, Informationen über betroffene Konten weiterzugeben“ – auch an einzelne Kontoinhaber.

Damit soll verhindert werden, dass Cyberkriminelle Informationen über laufende Ermittlungen erhalten und Betrüger daran gehindert werden, diese Informationen zu nutzen, um in Zukunft nicht entdeckt zu werden, heißt es in dem letzte Woche veröffentlichten N26-Blogbeitrag.

Einem Nutzer, der sich unter Tayenthals LinkedIn-Post unter anderem über die Vorgehensweise von N26 bei der Kontoschließung beschwert hatte, antwortete der Co-Chef: Das ist nicht die Erfahrung, die N26-Kunden verdienen.

N26

Der Kunde war verärgert, dass sein N26-Konto plötzlich gekündigt wurde.

(Foto: Reuters)

Tayenthal versprach einem anderen Nutzer: „Das Wichtigste ist, dass es ein einmaliger Fehler war, den wir nicht nur behoben, sondern auch dafür gesorgt haben, dass dieser Fehler in Zukunft nicht mehr vorkommen kann“, schrieb er als Antwort.

Ob Irrtum oder nicht: Wenn N26 den Account kündigen soll, „ist diese Kündigung endgültig“, sagte ein Sprecher von N26 auf Anfrage des Handelsblatts. Bedeutung: Das Konto kann nicht wiedereröffnet werden, obwohl der Fehler bei N26 liegt.

Anders verhält es sich bei der Sperrung: Wird ein Konto für einen bestimmten Zeitraum gesperrt, prüft N26, ob sich der „der Sperrung zugrunde liegende konkrete Verdacht“ bestätigt, so ein N26-Sprecher. Geschiehe dies nicht, werde das Konto wieder freigegeben, sagte er.

N26 ist dabei, betroffene Kunden direkt zu kontaktieren, um sicherzustellen, dass das Problem so schnell wie möglich gelöst wird, fuhr Tayenthal in seinem Post fort.

Tatsächlich erhielten einige Betroffene nach Handelsblatt-Informationen am vergangenen Wochenende Nachrichten von N26. Daher fordert die Smartphone-Bank die Daten eines alternativen Bankkontos an, auf das N26 Geld überweisen kann. Dem Handelsblatt ist ein Einzelfall bekannt, wonach die ausstehenden Gelder am Montag auf einem dafür vorgesehenen Alternativkonto eingegangen sind.

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Die N26 steht seit langem unter dem Druck europäischer Behörden wie der deutschen und italienischen Bankenaufsicht, die Geldwäsche- und Betrugskontrollen zu verbessern. Insbesondere in den letzten zwei Jahren gab es viele Fälle, in denen Betrüger N26-Konten benutzten, um kriminelle Beute ins Ausland zu transferieren. Daraufhin hat die Finanzaufsicht Bafin eine Geldwäsche-Aufsichtsbehörde zum Institut geschickt und neue Fintech-Geschäfte geschlossen, während die Banca d’Italia die Neukundenaufnahme in Italien komplett eingestellt hat.

Das Unternehmen wurde 2013 von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründet, die N26 als Co-Chefs leiten.

Wieder: Ein weiteres Problem bei N26 – Smartphone-Bank kündigt mehrere Konten ohne Benachrichtigung.

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