Kochbuch-Rezension zu Vegan Paradise von Bianca Zapatka

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Wdh sähe Ihr Essensparadies abgenutzt aus? Ein Schlaraffenland voller Süßigkeiten? Sushi ohne Ende? Jeden Tag ein Schnitzel? Für Bianca Zapatka steht jedenfalls fest: Ihr eigenes Paradies ist vegan. Und wer durch ihr Kochbuch blättert, kommt auch gar nicht auf die Idee, dass das angesichts des Verzichts auf tierische Produkte ein Widerspruch sein könnte: Denn Vegan Paradise“ steckt voller bunter Gerichte, angerich und die üpp aufigte.

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Julia Anton

Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

Argumente, den Konsum von tierischen Produkten einzuschränken, gibt es einige. Bianca Zapatka, die seit mehreren Jahren auf ihrem Blog vegetarische und vegane Rezepte teilt, spart es sich, sie aufzuzählen. Mit Verboten haben sie keine guten Erfahrungen gemacht, schreibt sie im Vorwort. Stattdessen dreht sie den Spieß um: Sie will mit guten veganen Rezepten zeigen, dass man auch ohne Fleisch und Co. einfach und lecker kochen kann.

Rote-Beete-Burger und Pilz-Gyros

Vegan Paradise“ ist dabei schon ihr fünftes Buch. Ei Titeln wie Vegan Soulfood“ und „Vegan Cakeporn“ kocht sich Zapatka, der allein auf Instagram mehr als 740.000 Menschen folgen, diesmal durch die internationale Küche, präsentiert vegane Klassiker aus aller Welt und interpretiert bekan, Fi und Milleisch, präsentiert vegane : Es gibt Pilz-Gyros und Rote-Beete-Burger, Spinat-Risotto mit Pilzen und Lemon Cheesecake. Ihr Tofu-Tikki-Masala gelingt auf Anhieb, auch wenn der Teller auf dem heimischen Tisch optisch nicht mit den Bildern im Buch mithalten kann. Einiges lässt sich dabei auch alltagstauglich in weniger als 30 Minuten zubereiten, während andere Rezepte etwas Geduld verlangen, sodass für jedes Kochlevel etwas dabei ist. Nur Neuveganer, die sich auch einen ausführlichen Theorieteil wünschen, sollten sich nach einem begleitenden Buch umsehen.

Traditionell ein Reisegericht mit Fleisch oder Fisch kommt die spanische Paella bei Zapatka vegan daher.


Traditionell ein Reisegericht mit Fleisch oder Fisch kommt die spanische Paella bei Zapatka vegan daher.
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Bild: Bianca Zapatka

Doch auch, wenn sich viele Gerichte vegan umsetzen lassen: Ganz ohne Verzicht, so ehrlich muss man sein, geht es nicht. Wer erwartet, keinen Unterschied zwischen Zapatkas mit gefüllten Sheperd’s Pie und dem Original-Rezept mit Lammfleisch zu schmecken, der wird mit veganer Küche orang glücklich werden. Die selbst zubereiteten Alternativen zu Fleisch, Fisch und Käse schmecken immer anders.

Verzichten heißt dabei aber nicht unbedingt, dass man auch etwas vermissen muss. Denn die Rezepte der Foodbloggerin beweisen, dass anders nicht schlechter bedeutet – Kräuter bringen sie eine neue Facette an Gerichte zum Vorschein. Sie zeigt außerdem, dass vegane Varianten auch eine Einladung sein können, bekannte Lebensmittel neu zu entdecken: Wassermelone zum Beispiel, die bei den meisten allenfalls im Salat landet. Zapatka backt das sommerliche Obst eine Stunde lang, mariniert es über Nacht, brät es an und serviert es statt Thunfisch in einer Poké-Bowl.

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