Intel Alder Lake-H vs. AMD Rembrandt: Effizienz als Schlüsselfaktor

  • Whatsapp

Seite 1: Intel Alder Lake-H vs. AMD Rembrandt: Effizienz als Schlüsselfaktor

amd-rembrandtVor allem im etwas trägen Notebook-Segment hat AMD in den letzten Jahren für starke Konkurrenz gesorgt. Während die sich verändernde Do-it-yourself-Branche schnell als weitgehend ausgeglichen bezeichnet werden kann, bedarf es bei Notebooks eines deutlich höheren Durchhaltevermögens, um potenzielle Partner und Kunden zu überzeugen. Mit der Ryzen 6000-Serie hat AMD viele Weiterentwicklungen auf höchstmögliche Effizienz ausgelegt. Aber auch beim Performance-Hybrid-Design von Alder Lake hat Intel kräftig geschraubt. Wir schauen uns beide Plattformen genauer an.

Read More

Nur den Do-it-yourself-Markt zu bedienen, ist für Hersteller keine Alternative. Natürlich haben Ryzen-Prozessoren hier für uns die größte Visibilität, sich möglichst breit aufzustellen und alle wichtigen Marktbereiche abzudecken ist für jeden Hersteller ein Fokus. Eine besondere Herausforderung ist das Server- und Notebook-Geschäft. Etablierte Hersteller haben es relativ leicht, hier ihre Vormachtstellung zu behaupten. Das liegt zum einen an einem funktionierenden Ökosystem und wenig Veränderungsbereitschaft, zum anderen spielt auch ein gewisser Einfluss von Branchenführern eine Rolle.

AMD hat es in den letzten Jahren geschafft, viele alte Strukturen aufzubrechen. Im Serverbereich nimmt der Marktanteil weiter zu, obwohl hier die Produktionskapazität begrenzt ist und die Marktnachfrage nicht gedeckt werden kann. Die Entwicklungen beim Notebook sind beeindruckend. Während bisherige mobile AMD-Prozessoren oft mit schlechten Panels, billigen Gehäusen und nur Single-Channel-RAM kombiniert wurden, spricht auf der Ausstattungsseite seit einigen Monaten kaum noch ein Argument gegen den Einsatz von Ryzen-Prozessoren in Notebooks.

Mit dem Ryzen 6000 Prozessor hat AMD die technische Basis noch einmal deutlich überarbeitet. Anfang Januar wurde es vorgestellt, Mitte Februar haben wir uns das Design genauer angeschaut. AMD hat das Design des mobilen Ryzen-Prozessors in vielen Aspekten überarbeitet. Das gesamte SoC ist kleiner und damit effizienter geworden. AMD kann auf viele kleine Bereiche abzielen – seien es einzelne Kerne, integrierte GPUs, Display-Engines, E/A-Bereiche und Verbindungen. Jeder dieser einzelnen Bereiche ist durch Clocks und Power Gates voneinander getrennt. Spannung und Takt werden nur erhöht, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Gesteigerte Effizienz und etwas mehr Taktung durch Fertigung in 6 nm (TSMC N6) sorgen dafür, dass der Ryzen 6000 Prozessor neue Maßstäbe im Notebook-Segment setzen dürfte. Für alle Details verweisen wir Sie noch einmal auf unsere ausführliche Berichterstattung über die Ryzen 6000-Serie.

Die von uns verwendeten Notebooks sind in vielen Bereichen nicht sehr vergleichbar. Zum einen MSI GE76 Raider mit Core i9-12900HK und GeForce RTX 3080 Ti und zum anderen ASUS Zephyrus G14 mit Ryzen 9 6900HS und Radeon RX 6800S. Beide sind voll ausgestattete Modelle für eine Kombination aus Intel-CPU plus NVIDIA-GPU oder AMD-CPU plus AMD-GPU, aber die Unterschiede könnten allein in Bezug auf die Größe nicht deutlicher sein. In wenigen Wochen wird AMD das High-End-Modell der Ryzen-6000-Reihe ausliefern, das etwas schneller sein soll. Dennoch besteht nun die Möglichkeit, beide Plattformen einfach mal auf ihre Leistungsfähigkeit zu untersuchen.

Die Ryzen 6000-Serie wird von AMD wie folgt aufgereiht:

Ryzen 6000. Serienvergleich
Ader L3+L2-Cache Basis-/Upgrade-Stunden iGPU: CU/Stunde TDP
Ryzen 9 6980HX 8/16 20MB 3,3/5,0 GHz 12/2,4 GHz 45+ m
Ryzen 9 6980HS 8/16 20MB 3,3/5,0 GHz 12/2,4 GHz 35W
Ryzen 9 6900HX 8/16 20MB 3,3 / 4,9 GHz 12/2,4 GHz 45+ m
Ryzen 9 6900HS 8/16 20 MB 3,3 / 4,9 GHz 12/2,4 GHz 35W
Ryzen 7 6800H 8/16 20MB 3,2/4,7 GHz 12/2,4 GHz 45W
Ryzen 7 6800HS 8/16 20MB 3,2/4,7 GHz 12/2,4 GHz 35W
Ryzen 5 6600H 6 / 12 19MB 3,3/4,5 GHz 6 / 1,9 GHz 45W
Ryzen 5 6600HS 6 / 12 19 MB 3,3/4,5 GHz 6 / 1,9 GHz 35W

Die Intel Alder Lake H-Serie mit nominell 45 W reiht sich wie folgt ein:

Vergleich der Alder Lake H-Serie
Ader L3-Cache L2-Cache maximaler Turbo Grundstärke Turbo-Power Europäische Union Lager
Core i9-12900HK 6P+8E 24 MB 11,5 MB 5,0 GHz 45W 115W 96 DDR5-4800
Core i9-12900H 6P+8E 24MB 11,5 MB 5,0 GHz 45W 115W 96 DDR5-4800
Core i7-12800H 6P+8E 24MB 11,5 MB 4,8 GHz 45W 115W 96 DDR5-4800
Core i7-12700H 6P+8E 24MB 11,5 MB 4,7 GHz 45W 115W 96 DDR5-4800
Core i7-12650H 6P+4E 24 MB 9,5 MB 4,7 GHz 45W 115W 64 DDR5-4800
Core i5-12600H 4P+8E 18 MB 9MB 4,5 GHz 45W 95W 80 DDR5-4800
Core i5-12500H 4P+8E 18 MB 9MB 4,5 GHz 45W 95W 80 DDR5-4800
Core i5-12450H 4P+4E 12 MB 9MB 4,4 GHz 45W 95W 48 DDR5-4800

Notebooks haben viele TDP-Bereiche

Bei Desktop-Prozessoren sind wir stets bemüht, den Prozessor möglichst nach Herstellervorgaben zu betreiben. Bei Power Limits und TDP Specs ist das meist noch gut vergleichbar, auch weil wir Kühlung und damit Taktabhängigkeiten zwischen den verschiedenen Modellen gut kommunizieren können.

Bei Notizbüchern ist das anders. Theoretisch sollten wir zwei ASUS Zephyrus G14 oder MSI GE76 Raiders vergleichen, die mit AMD- bzw. Intel-Prozessoren ausgestattet sind. Dies ist jedoch nicht möglich, da viele Hersteller völlig unterschiedliche Plattformen für ihre Notebooks verwenden. Die Kühlung ist daher unverhältnismäßig und hat einen großen Einfluss auf die Ausbeute. Immerhin ist es möglich, das Power Limit über das Energieprofil des Notebooks zu ändern. Beim Ryzen 9 6900HS konnten wir dem Prozessor 30, 65 und 80 W zuweisen. Der Core i9-12900HK kann mit 30, 65, 80 und 110 W betrieben werden, sodass wir hier noch eine Vergleichsbasis haben.

ASUS Armoury-Kiste
ASUS Armoury-Kiste

Leistungsmechanismen von AMD, Intel und NVIDIA sind jedoch nicht nur auf bestimmte Prozessor-TDPs ausgelegt. Die Kühlung bestimmt, wie lange eine bestimmte Leistungsgrenze erlaubt ist – und Ressourcen können zwischen CPU und GPU hin und her verschoben werden. Die Radeon RX 6800S im ASUS Zephyrus G14 wird mit TGP (Total Graphics Power) von 65 bis 105 W bewertet, was jedoch nicht möglich ist, wenn der Prozessor selbst bis zu 80 W gleichzeitig verarbeiten kann. Die maximale Leistungsaufnahme von CPU und GPU liegt immer zwischen 90 und 125 W. Ähnlich sieht es beim MSI GE76 Raider aus. Auch hier teilen sich CPUs und GPUs ein gewisses Leistungsbudget – je nachdem, ob Prozessor oder Grafikkarte die meiste Arbeit leisten müssen, lässt sich das genau steuern.

Source link

Related posts

Leave a Reply

Your email address will not be published.