Heute erstmals im TV: Ein knallharter Rache-Thriller, der viel besser ist als die meisten Filme des Genres – Kino News

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Sender Tele5 strahlt heute Abend ab 22 Uhr erstmals „Vigilante – Bis zum letzten Atemzug“ mit Olivia Wilde aus dem Jahr 2018 aus. Der Film von Sarah Daggar-Nickson hebt sich entzückt vom rachsüchtigen Mob ab…

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Vergewaltigungs- und Rachefilme kursieren spätestens seit dem Erfolg des Exploitation-Hits „Ich spucke auf dein Grab” im Jahr 1978 wie Sand am Meer. Aber egal, ob sie nur kitschiger Trash sind oder ambitioniertere Ziele verfolgen, Vertreter von Gut und Böse sind fast alle eines gemeinsam: Es geht um die Rache einer Frau an ihren (meist männlichen) Peinigern, wobei sich die Filmjuroren dennoch primär an männliche Zuschauer richten. In diesem Fall Vigilante der australischen Regisseurin Sarah Daggar-Nickson ist eine radikale Abkehr von der Genrenorm.

„Ruf ihn an und er wird dir Gerechtigkeit widerfahren lassen!“ Olivia Wilde („Rush“) spielt die mysteriöse Sadie, deren Nummer heimlich an verschiedene Selbsthilfegruppen weitergegeben wird. Wer absolut keinen anderen Ausweg sieht, kann sie anrufen – und dann wird das Problem auf ihre Weise gelöst, das heißt mit gnadenloser Härte. Wenn er jemanden abholt, versteht diese Person die Lektion. Allerdings verfolgt Sadie in ihrem Rachefeldzug auch eine sehr persönliche Mission, um ihre eigene Vergangenheit zu beenden – nur ist sie viel näher, als sie selbst dachte …

Deshalb ist “Vigilante” nützlich: Sarah Daggar-Nickson setzt auf Authentizität statt Sensationsgier – und Olivia Wilde untermauert dies mit einer brillanten, intensiven Darbietung, die in einer vierminütigen Sequenz gipfelt, in der sie unter Tränen ihr eigenes Schicksal erzählt. Nachdem der Regisseur zuvor Selbsthilfegruppen für Opfer häuslicher Gewalt recherchiert hat, schildert er Sadies Alltag zwischen Hausarbeit, manischen Trainingseinheiten und kompromisslosen Racheaktionen in langen, ruhigen Einstellungen.

Auf der anderen Seite gibt es kaum detailreiche Actionszenen – was aber nicht heißt, dass einem die Rachemissionen nicht an die Nieren gehen: Besonders beunruhigend ist zum Beispiel Sadies Besuch bei einer Mutter, die ihre eigenen Kinder eingesperrt hat und nun für deren Tod verantwortlich ist. Gleichzeitig zeigt diese Szene aber auch, dass sich Sarah Daggar-Nickson nicht nur für das klassische Feindbild des schlagenden Ehemanns interessiert, sondern auch Themen jenseits bekannter Klischees beleuchtet.

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Das einzige (große) Problem mit „Vigilante“… ist das letzte Drittel! Als Sadie schließlich auf ihren eigenen Peiniger trifft, entwickelt sich eine (zu) langwierige Fehde, in der die klassischen Elemente eines Exploitation-Thrillers plötzlich aufgehoben werden, nachdem sie zuvor ausgiebig ausgewichen waren. Schade, dass ein großer Wurf auf der Zielgeraden noch verhindert wird. Aber auch das ändert nichts daran, dass “Vigilante” besser und interessanter ist als die meisten anderen Vertreter des Genres.

Ausführliche FILMSTARTS-Rezension zu “Vigilante”

Hinweis: Dieser Artikel basiert auf der heutigen Programmankündigung des Senders. Aus aktuellem Anlass kann es jedoch zu kurzfristigen Programmänderungen kommen.

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