Gladbach-Manager Roland Virkus über Derby-Desaster und Ultra-Proteste

  • Whatsapp

Read More

Borussia nach Derby-Pleite
:
Virkus lobt die „Diskussionskultur“ und tadelt die Mannschaft

Es war sein erstes Derby als Trainer, aber nicht sein erstes als Borussia. Roland Virkus erzählte, wie er nach dem 3:1 gegen Köln mit Fans diskutierte und versuchte, die schlechte Leistung zu erklären. Trainer Adi Hütter erwähnte er nicht.

Sportdirektor Roland Virkus blieb nach der Derby-Niederlage am Samstag kaum Zeit für ein Interview, als direkt nach dem Schlusspfiff auf dem Vorrasen des Stadions die Landebahn angesagt wurde. Rund 100 Fans, überwiegend Ultras, hatten sich dort versammelt und zu Wort gemeldet. „Eine Derby-Niederlage ist immer eine schlechte Geschichte. Wir hatten alle große Hoffnungen. Dann war das Stadion nach so langer Zeit wieder voll, die Stimmung war super. Die Fans erwarten ein erfolgreiches Spiel kann verstehen, dass das die Stimmung sehr belastet”, erklärt Virkus übermorgen auf borussia.de.

Es ist zwar sein erstes Derby als Trainer, doch als gebürtiger Mönchengladbacher braucht der 55-Jährige die Bedeutung dieses Duells keineswegs zu spüren. Unter der Woche, so Virkus, habe er in der Begegnung gespürt, wie viel sich die Spieler vorgenommen hätten. „Wir wollen das Derby offensiv angehen und natürlich gewinnen. Das Problem bei dieser Mannschaft ist aber, dass man sie im Moment zu leicht von ihrer geplanten Route abbringen kann, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert – sei es ein Wechsel des Gegners oder, wie gestern, ein frühes 0:1 nach fünf Minuten.“ sagte Virkus, der seine Pläne nicht durchziehen könne: “Das hat uns leider schon die ganze Saison begleitet, also müssen wir noch viel härter ran.”

Was auffällt: Der Sportdirektor sagte in seinem Statement nichts über Trainer Adi Hütter, seine Analyse konzentrierte sich auf die Spieler und ihre Versäumnisse. „Alle haben etwas dazu beigetragen, dass wir das Spiel verloren haben, es war nicht nur ein Fehler, zwei oder drei. Oft sind es die kleinen Dinge, die zählen. Ein Sprint hat zu spät begonnen, der Raum wurde nicht wie besprochen gefüllt – was die Zahl der Gegentore erhöht hat“, sagte er. “Es ist nicht so, dass die Jungs das nicht wollen. Aber die Wahrheit ist, dass sie gestern mental nicht in der Lage waren, die Dinge zu tun, die sie begonnen haben, nachdem sie überhaupt zurückgefallen waren.”

In der Derby-Woche protestierte Virkus zunächst in einem „kicker“-Interview und dann auf einer Pressekonferenz, dass er mit Hütter in die neue Saison starten wolle. Die offene Diskussion am Ende sei ein “ganz normaler Vorgang”. Hütter selbst sagte, er wolle „kein Thema ansprechen, das nicht zum Thema gehört“, und erklärte, dass ihm die neuen Herausforderungen rund um den Umbruch der Borussia nicht gefallen.

Für die restlichen Partien denkt Virkus explizit an die Profis. „Jeder, der denkt, die Saison sei vorbei, und sie schleifen lässt, macht einen großen Fehler“, sagte er. „Wir haben noch vier Spiele und eine absolute Verpflichtung, diese so positiv wie möglich zu spielen. Das ist klar, und das erwarte ich von jedem Spieler. Wir dürfen uns nicht gehen lassen und müssen Spiel für Spiel so angehen, dass wir etwas mitbringen.” Mit 37 Punkten nach 30 Spieltagen und Platz elf ist die Borussia zwar aus der Patsche gekommen, aber im Sinken begriffen. ins Niemandsland am Tisch.

Zumindest ein Positives wollte Virkus aus dem Samstagsgeschehen mitnehmen: Die Stimmung war nach Abpfiff friedlich, trotz der Aufheizphase, was die Fans am Nordeck mit „Wir haben es satt“- und „Hutter raus“-Rufen unterstrichen. „Es sieht vielleicht ein bisschen bedrohlich aus, wenn diese Menschenmenge vor der Treppe steht. Und anderswo könnten solche Situationen eskalieren“, sagte Virkus. „Aber ich bin froh, dass wir bei Borussia eine Gesprächskultur gepflegt haben, dass wir miteinander ins Gespräch kommen können. Am Ende wollten diese Fans nur eine Erklärung. Unsere Fans wollen sehen, dass wir alles tun, um auf dem Platz erfolgreich zu sein.” Er erwähnte jedoch nicht, dass die Fans die Barriere durchbrochen hatten, um den Raum zwischen dem Stadion und dem Hotelkomplex zu erreichen, und drei Sicherheitskräfte dort waren. dabei verletzt.

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim SC Freiburg haben Hütter-Team und -Trainer erneut die Chance zur Wiedergutmachung.

Hier geht es zur Fotogalerie: Ultras treffen nach Derby-Desaster auf Borussia

(also ja)

Source link

Related posts

Leave a Reply

Your email address will not be published.