Eintracht Frankfurt geht ohne Stammpersonal nach Leverkusen

  • Whatsapp

  1. Haushof
  2. Einheit

Gemacht:

Read More

Aus: Daniel Schmidt

Teilt

Die Frankfurter Eintracht werde ein bedeutungsloses Gastspiel in Leverkusen “sehr ernst” angehen. Einige der Topspieler blieben jedoch verschont.

Frankfurt – Nachdem es innerhalb der Bundesliga einen regen Meinungsaustausch über (oder das Fehlen) der Bedeutung des Bundesligaspiels, über Belastungssteuerung und Wettbewerbsverzerrung gegeben hat, sieht sich auch Oliver Glasner, Trainer von Eintracht Frankfurt, diesem ausgesetzt Thema. Seine Meinung: Natürlich muss er nicht um den heißen Brei herumreden. Das Spiel bei Bayer Leverkusen am Montag (20.30 Uhr/Dazn) hat keine Priorität, für die Eintracht zählt nur das Europa-League-Halbfinal-Rückspiel am Donnerstag gegen West Ham United.

Schließlich soll jeder Verantwortliche eines Vereins nur auf sich selbst schauen. Abstiegskampf, letztes Rennen der Champions League. Und auch, sagt Glasner mit viel Ironie: „Wir haben vielen Leuten Punkte gegeben, die in dieser Saison gegen den Abstieg gespielt haben. Dann hat sich niemand beschwert.”

Eintracht Frankfurt vs. Bayer Leverkusen: Viele Stammspieler spielen nicht

Auch ein aus Frankfurter Sicht bedeutungsloses Gastspiel in Leverkusen wird ohne eine Reihe fester Mitarbeiter stattfinden. Rafael Borré gesperrt, Martin Hinteregger erkältet (negativer Corona-Test), Jesper Lindström fällt mit Muskelverletzung am Oberschenkel aus, Sebastian Rode pausiert. Zudem mussten mit Christopher Lenz (Beinbruch) und Erik Durm (Erkältung) zwei Ersatzspieler passen, die zu diesem Zeitpunkt gebraucht werden sollten. Jedenfalls dachte Glasner: „Wir nehmen das Spiel von Leverkusen sehr ernst.“

Kann in Leverkusen von Grund auf spielen: Ragnar Ache.  Foto: imago gambar
Kann in Leverkusen von Grund auf spielen: Ragnar Ache. © Revierfoto/Imago Images

Klar ist, dass der Frankfurter Coach auf völlig wilde Personalwechsel verzichten wird, U19-Spieler sollen nicht zum Einsatz kommen. Glasner kündigte zudem an, den ein oder anderen Stammspieler mobilisieren zu wollen – wenn auch nicht für eine ganze Saison. Dann dürfen also ein paar zusätzliche Spieler spielen, sei es Ragnar Ache vorne, dem eine Startelf garantiert ist, oder hinter Jens Petter Hauge, Timothy Chandler und Makoto Hasebe.

Eintracht Frankfurt: Lindstrom ist die größte Sorge vor Leverkusen

Unterdessen dürfte Lindstroms Personal vor dem europäischen Fußballabend gegen West Ham die größte Sorge des Frankfurter Trainers sein. Der Däne werde ständig von der medizinischen Abteilung betreut, “aber es ist ein Wettlauf gegen die Zeit”. Er wolle nichts ausschließen, sagte Glasner. Während der Trainer auch den kommenden Gegner aus Leverkusen genau analysieren wird, wird ihn sicherlich mehr das Londoner Derby zwischen West Ham und Arsenal am Sonntag faszinieren.

Aus hessischer Sicht ist es mit Blick auf das Rückspiel von West Ham sehr ermutigend, dass die Leistung der Eintracht in London in den meisten Punkten einem recht hohen Standard gerecht wird. Nicht nur Engagement und Leidenschaft, nicht nur die nötige Zähigkeit, nicht nur volle Konzentration, nicht nur rasanter Spielwechsel, Leistung darüber hinaus. Die Eintracht ließ den Ball in vielen Spielphasen gekonnt durch die eigene Linie fließen, blieb ruhig, wenn es um Ruhe ging, und beschleunigte das Spiel, wenn es darauf ankam.

Eintracht Frankfurt gegen Bayer Leverkusen und gegen West Ham

West Ham hingegen spielte eher impulsiv, vom Moment getrieben, mit hohem Ball, mit Wucht, aber oft ohne klaren Plan. Die Gäste aus Hessen agierten ruhiger und reifer. Etwas, das sie in der Bundesliga die ganze Saison über selten tun. Auch die Selbsteinschätzung tendiert dann in diese Richtung.

Torhüter Kevin Trapp lobte „hervorragende Ballsicherheit“ und „dominante Leistung“, Glasner „gutes Stellungsspiel“. Gerade im Mittelfeld, wo Djibril Sow, Sebastian Rode und Daichi Kamada gegen die Londoner Doppelgänger Tomas Soucek und Declan Rice Vorteile kombinierten, „haben wir immer wieder Situationen geschaffen“, findet Glasner und lobt damit ausdrücklich sein spielendes Mittelfeld-Trio. .

Eintracht Frankfurt: Sow, Rode und Kamada tun sich zusammen

Mit Sow, Rode und Kamada klappte es eigentlich ganz gut, auch wenn Kristijan Jakic, Stammspieler im Eintracht-Maschinenraum, nicht dabei war. Dass Kamada in Europa von seinen Aufgaben hierzulande abweicht, dürfte niemanden mehr überraschen. Die Tatsache, dass Sow sich auf ein grundlegendes Niveau hochgearbeitet hat, auf dem er oft besser spielt als seine Gegner, ist es, gelinde gesagt. Die Form von Sebastian Rode ist zumindest etwas überraschend. Natürlich ist Rode ein guter Kicker, weiß mit dem Ball umzugehen, kann das Spiel mit all seinen Routinen lesen, aber ihm fehlte es in dieser Runde meist an körperlicher Fitness.

Rode war lange keine Option für Glasner, dann nur für wenige Minuten. Zuletzt musste und durfte der Eintracht-Kapitän aufgrund diverser Personalengpässe aber öfter spielen – und stellte sich immer wieder unter Beweis. „Es ist toll, dass ich jetzt, wo ich länger spielen kann, wieder in guter Form bin“, sagte Rode. Eine Pause in Leverkusen erscheint sinnvoll. Besser kein Risiko eingehen. Für das Rückspiel gegen West Ham schob sich Jakic mit sechs ebenfalls in die Startelf zurück, auf der anderen Seite konnte Rode aber auch neben Jakic, Sow und Kamada einen Platz auf dem Platz finden – der Kreis schloss sich für Lindström. Wenn der schnelle Angriff ihn nicht rechtzeitig abholt, wird der begehrte Posten frei.

Eintracht Frankfurt vs. Bayer Leverkusen: Hauge muss sich beweisen

Jens Petter Hauge, der Profi, der normalerweise Lindström ersetzt, stieg in London nicht auf. Ansonsten. Der Norweger spielte wirklich schlecht, im Grunde als Frankfurts einziger Fußballer an diesem Abend. Er verliert viele Bälle, verheddert sich ständig. Würde Glasner ihm für ein bevorstehendes Nervenspiel wirklich zutrauen, wo doch so viel an Ernsthaftigkeit, Klarheit am Ball, Erfahrung gefragt ist? Sebastian Rode trägt diese fehlenden Hauge-Komponenten mit sich herum, beschwört sie regelmäßig herauf und ist daher sicherlich keine schlechte Alternative, wenn auch in einer etwas unwillkommenen Offensivposition. Schließlich musste sich in Leverkusen erst einmal jemand anderes beweisen. (Daniel Schmidt)

Source link

Related posts

Leave a Reply

Your email address will not be published.