Drei Dinge stechen beim HSV gegen Freiburg heraus: Daniel Heuer Fernandes – vom Pokalhelden bis zum Pechvogel

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“Einzigartiger Verein – ins Finale kommen!” es steht auf dem Banner der Freiburger Fans. Profis aus der Branche werden diesem Anspruch gerecht. Der SC Freiburg steht erstmals in der Vereinsgeschichte in einem Pokalfinale.

Der Bundesligist erwischte vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion einen perfekten Start und liegt bereits nach 35 Minuten mit 3:0 in Führung.

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Nils Petersen (11. Minute), Nicolas Höfler (17. Minute) und Vincenzo Grifo (35. Minute, Foulelfmeter) sicherten die frühe Führung. Das 1:3 durch Robert Glatzel in der 88. Minute kam zu spät zur Aufholjagd.

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Drei Dinge haben uns im DFB-Pokal-Halbfinale zwischen dem HSV und Freiburg überrascht.

1. Streich gewinnt und spricht noch vom Abstiegskampf

Christian Streich steht nicht zum ersten Mal im Finale des DFB-Pokals. 1987 reüssierte er als Spieler bei den Stuttgarter Kickers. Als das Endspiel in Berlin ausgetragen wurde – Gegner war der Hamburger SV -, konnte Streich nicht teilnehmen. “Ich war auf der Tribüne, da war ich zu schlecht”, erinnerte sich Streich an die Niederlage.

Beim Finale am 21. Mai gegen den 1. FC Union Berlin oder RB Leipzig sitzt er nun auf der Bank. Dass der sonst so zurückhaltend wirkende Coach zu den mitgereisten Fans kam und sich von der La-Ola-Welle faszinieren ließ, zeigt eindrucksvoll, was ihm dieser Erfolg bedeutet. Einige seiner Spieler gaben ihm auch ein Sodabad.

Doch als sich die anfängliche Euphorie gelegt hatte, wurde er wieder realistisch. War es der beste Sieg seiner Karriere? „Nein, es war nicht der beste Sieg. Gewinnen ist immer schön. Und wir haben auch schon ein paar Mal das Finale bei der A-Jugend erreicht. Das ist auch toll“, antwortete er.

Dennoch spielt Streich beim SC Freiburg eine historische Saison. Der Klub steht erstmals im Endspiel und könnte sich auch erstmals für die Europa League oder gar die Champions League qualifizieren.

Streich aber dachte schon einen Schritt weiter. „Wir sind jetzt sehr erfolgreich. Das ist gut. Aber wir müssen aufpassen, dass wir es realistisch sehen. Das ist eine Aufgabe für die Zukunft“, erklärte er. „Es wird auch Zeiten geben, in denen es richtig eng wird. Fast jedes Jahr können sechs, sieben, acht, manchmal neun Mannschaften gegen den Abstieg spielen. Die Bundesliga ist gnadenlos.“

Christian Streich – SC Freiburg

Bildrechte: Imago

2. Heuer Fernandes: Vom Trophäenhelden zur Unglückskrähe

Daniel Heuer Fernandes war bisher der Trophäenheld des Hamburger SV. Dreimal führte er sein Team im Elfmeterschießen in die nächste Runde. Er ließ nur sieben der 14 Elfmeter ins Netz gehen. Er konnte vier, drei Fehlschüsse parieren. Diesmal erlebte der HSV-Torhüter den Pokal allerdings von der anderen Seite – von der bitteren Seite.

Bei den beiden Gegentoren in der 11. und 17. Minute machte er keine guten Figur. Vor dem 0:1 konnte er mit einer Boxerabwehr den Ball nicht gut klären, sodass Nils Petersen per Kopf den Ball traf.

Nur sechs Minuten später rutschte Heuer Fernandes, von Trainer Tim Walter oft für seine fußballerischen Fähigkeiten gelobt, einen Pass unter praktischem Druck vor die Füße von Gegenspieler Roland Sallai. Sekunden später zappelte der Ball nach einem abgefälschten Schuss von Nicolas Höfler im Netz.

So ging ihm natürlich beim Elfmeter das Glück aus und er sprang in die falsche Ecke, als Vincenzo Grifo per Elfmeter zum 3:0 traf.

Daniel Heuer Fernandes (l./HSV) im Duell mit Nils Petersen (SC Freiburg)

Bildrechte: Imago

3. Auch im Pokal überzeugt Freiburg mit seiner Effektivität

Auch wenn es eine frühe 3:0-Führung zeigte, produzierte der SC Freiburg kein Fußball-Feuerwerk. Sie waren von Beginn an sehr hoch und setzten Hamburg mit ihrem Druck unter Druck. Norddeutschland fand jedoch einen Weg, aus der Situation herauszukommen und sich Chancen herauszuspielen.

Beide Teams hatten mit jeweils zwölf Treffern gleich viele Torschüsse. HSV-Trainer Tim Walter weiß, wo der Unterschied liegt: „Man sieht, dass die effizientere Mannschaft das Spiel gewinnt.“

Wie so oft in der Bundesliga ließ Freiburg in der ersten Halbzeit kaum Chancen zu. Oder anders ausgedrückt: Bundesligisten bestrafen die Fehler der Zweitligisten. Zweimal profitierten sie von Fehlern des gegnerischen Torhüters, einmal von einem völlig unnötigen Foul von Moritz Heyer, der mit einem Elfmeter bestraft wurde.

„Das war kein verdienter Sieg. Aber der HSV verlangt alles von uns“, sagte Streich über seinen Gegner.

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