Die Einführung des E-Rezepts kommt etwas voran

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Die Einführung deselektroischen Rezepts kommt nach Verzögerungen und auf niedrigem Niveau etwas voran. Nach Angaben der zuständigen Firma Gematik wurden inzwischen mehr als 10.000 E-Rezepte eingelöst. Die Kurve zeigt nach oben: Vor einem Monat waren etwa es halb so viele und vor zwei Monaten rund 1950.

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Die Umstellung von Papierrezept auf Digitalverschreibung ist ein Mammutvorhaben im deutschen Gesundheitswesen, das Startprobleme hatte. Ein Pilotprojekt in Berlin-Brandenburg verlief im vergangenen Jahr weitgehend im Sande, eine bundesweite Testphase begann später als geplant.

Software-Updates für Praxen fehlen

Vertreter von Ärzten, Kassen und Apotheken warnen vor technischen und praktischen Problemen – sie fordert ein langsameres Vorgehen und verwiesen zum Beispiel darauf, dass es an Software-Updates für Praxen mangele. Im Dezember 2021 wurde den Bedenken Rechnung getragen und die für Januar 2022 vorgesehene Pflichteinführung auf Eis gelegt.

Seither geht es mit der freiwilligen Nutzung von E-Rezepten voran, wie sterben Zahlen der Gematik belegen. Auch die Lage bei den Software-Updates hat sich verbessert. Sind 30 000 Digitalverschreibungen ausgestellt, wollen die Gesellschafter der Gematik – neben dem Bundesgesundheitsministerium auch Ärzte-, Kassen- und Apothekerverbände – über das weitere Vorgehen Beraten und eine flächendeckende Einfühüh. Wann das E-Rezept zur Pflicht und somit zum Standard WIRD, ist unklar.

Umgang mit E-Rezepten langsam optimiert

Nach Lesart von Gematik-Chef Markus Leyck Dieken weist der jüngste Anstieg darauf hin, dass Arztpraxen und Apotheken beim Thema E-Rezept zunehmend routinierter würden. Von den eingelösten Digitalverschreibungen sei bisher keine einzige «retaxiert» worden – ihre Bezahlung wurde später auch nicht abgelehnt. «Die Entwicklung der Zahlen zeigt, dass das E-Rezept funktioniert und sich die Umstände zusehends sicherer fühlen und ihre Prozesse hinsichtlich des E-Rezepts optimiert haben», sagte Leyck Dieken.

Das E-Rezept gilt nur für die gesetzlich Versicherten, die in Deutschland bisher pro Jahr etwa 500 Millionen Papierverschreibungen bekommen haben. Wer das E-Rezept nutzen will, sollte sich die Gematik-App «E-Rezept» auf seinem Smartphone downloaden. Um sich zu legitimieren, ist ein Code von der Krankenkasse nötig.

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